US-Immobilienkrise erreicht Kommunikaze

von Finn Kirchner

Nachdem die Weltfinanzkrise schon so weit vom amerikanischen Immobilienmarkt entfernte Orte wie englische Fußballstadien (Spiegel 42/08) erreicht hat, macht sie auch vor der Zeitschrift Kommunikaze nicht halt. Finanzangestellter Varnke: „Da schau ich fröhlich aus dem Fenster unseres Landmark-Towers in der Osnabrücker Innenstadt, bummzack erreicht mich da eine Finanzkrise von hinten.“ Grund: Da man sich mit der Verteilung kostenloser Heftchen vorerst kein zweiundachtzigstöckiges Gebäude von Sir Norman Foster hinstellen lassen kann, hatte sich die Redaktion gezwungen gesehen, einen Kredit in mehrstellig-stelliger Höhe aufzunehmen. Varnke: „Zur Tilgung nahm Kalbhenn einen weiteren Kredit auf, um in die Lehman Brothers (Jens und Herr, Anm. d. Red.) investieren zu können. Geheimtipp dirrrekt aus New Yorrrk, sagte er mit starkem Akzent, von mirrr spesiell furrr euk.“

 

Nun steht sie also vor dem Bankrott, die Kommunikaze. Berendes: „Das nächste Heft wird nicht wie geplant erscheinen können. Nehrens Bericht Acht Wochen Südseekreuzfahrt mit Siegfried & Roy lässt sich ebensowenig realisieren wie Kirchners Jeder-gegen-jeden-Crashtest historischer Sportwagen. Auch das Gewinnspiel mit dem Hauptpreis Helgoland muss eventuell auf einen späteren Termin verschoben werden.“

 

Doch Varnke gibt sich siegesgewiss. Am Montag appellierte er in einer eigens einberufenen Pressekonferenz an Bundeskanzlerin Merkel, einen Milliardenkredit springen zu lassen. Einer Teilverstaatlichung würde er zustimmen: „Dann kriegt der Bund die Bereiche Druck, Finanzierung und Hefteverteilen in der Mensa, wir behalten Sport und Panorama.“

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